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Schulprogramm
Grundschule Finow - eine Schule mit musisch-kultureller Prägung Erster Erarbeitungszeitraum 2000/2001 Beschluss der Schulkonferenz am 9.5.2001 Fortschreibung zum Schuljahr 2005/2006 Neufassung zum Schuljahr 2006/2007 nach RS 26/04 unter Berücksichtigung des Orientierungsrahmens Schulqualität und der Ergebnisse der Visitation vom Oktober 2005 Gliederung I. Äußerer Bedingungsrahmen der Schule und des Schulstandortes Finow 1. Bisherige Schulentwicklung, relevante Ergebnisse der Visitation zur weiteren Schulentwicklung 2. Aussagen zum Schulklima und Regeln des Miteinander 3. Aussagen zur Ausstattung der Schule mit Lehrkräften, Schulleitung und weiterem Personal II. Leitbild der Schule 1. pädagogische Ziele, Verständnis von gutem Unterricht , Prägung 2. Organisation des Unterrichts, Grundsätze der Planung und des Einsatzes von Stunden und pädagogischem Personal 3. Grundsätze der Leistungsbewertung 4. Förderkonzept und gemeinsamer Unterricht 5. Schulmanagement, Aufgabenverteilung, Präsenzpflichten 6. Qualitätsmanagement und Personalentwicklung 7. Grundsätze der Mitwirkung für Schüler und Eltern 8. Kooperationen mit außerschulischen Partnern 9. Freizeitangebot und traditionelle Veranstaltungen 10. Kooperation mit den Kindertagesstätten zur Aufnahme in die Grundschule 11. Gestaltung des Ü-7-Verfahrens I. Äußerer Bedingungsrahmen der Schule und des Schulstandortes Finow Die Grundschule Finow liegt zentral im Ortskern des Stadtteiles Finow. Die Tradition reicht bis zum Jahre 1795 zu den Anfängen der Messingwerkschule über die Heegermühler Dorfkirchschule um 1800 bis zum Baubeginn auf dem heutigen Schulgelände im Jahr 1868. Heute besitzt das Schulgelände zwei Unterrichtsgebäude mit 18 Klassen- Zimmern, eine Aula , ein Gebäude für den Technikunterricht mit einer kleinen Lehrküche, ein Gebäude für den Hort „Kleiner Stern“ und die Schulleitungsräume, eine Schulbibliothek, einen Pausenhof von 4224 qm mit einem umfangreichen Baumbestand und eine Turnhalle in der benachbarten Bahnhofstraße. Alle Gebäude wurden in den vergangenen Jahren saniert oder neu gebaut. Die Gestaltung des Schulhofes lässt noch zu wünschen übrig, der ungünstige Belag führt zu einer hohen Schmutz- und Staubbelastung. Da die Schule leider keine Freisportfläche (bis auf eine kleine Sprunganlage) hat, sind wir auf die Mitnutzung anderer Sportanlagen im Ortsteil angewiesen. Im Schulentwicklungsplan der Stadt Eberswalde und des Landkreises Barnim wird der Schulstandort als sicher und zukunftsfähig beschrieben. Finow ist ein Stadtteil, den man als gutbürgerlich bezeichnen kann. Es gibt wenige soziale Brennpunkte, die Einwohner bewohnen den Ortsteil oft seit mehreren Generationen. Man kennt sich, man achtet einander, die Schule genießt die Unterstützung des Umfeldes. Demografisch hat sich die Entwicklung stabilisiert, die Jahrgangsbelegung wechselt zwischen Zwei- und Dreizügigkeit. Im Ortsteil gibt es ein gutes Angebot an sportlichen Möglichkeiten. Tradition haben der Kanurennsport, der Tischtennissport und der Fußballsport. Viele Schüler nutzen diese Angebote und sind langfristig im Verein aktiv. Die Grundschule fördert durch Kooperationen den Übergang in den Vereinssport. 1. Bisherige Schulentwicklung, relevante Ergebnisse der Visitation Bereits im Jahr 2000 erarbeitete die Grundschule eine erste Form des Schulprogrammes. Gesellschaftliche Entwicklungen, Personalentwicklungen, Veränderungen in der Schülerschaft (Aufnahme und Abgabe der Förderklassen für Erziehungshilfe), aber auch Innovationen und neue Ideen machten Aktualisierungen nötig. Die aktuelle Form soll einen Rahmen bilden, der in den Leitlinien des jährlichen Schuljahresarbeitsplanes Schwerpunktsetzung und Ergänzung finden soll. Um die eigene Arbeit besser einschätzen zu können, führte die Grundschule im Jahr 2003 eine umfangreiche Elternbefragung durch, im Jahr 2005 entschloss sich das Kollegium zur freiwilligen Visitation. Die Ergebnisse des Berichtes führten zu neuen Entwicklungen, die insbesondere die gemeinsame Sicht auf den Unterricht, aber auch auf neue Formen eines schulischen Qualitätsmana- gements zielen. Die im Visitationsbericht festgestellte hohe Schulzufriedenheit der Schüler und Eltern, die vorbildliche Elternarbeit und die hohe Identifikation des Umfeldes mit der Schule sollen als Grundlage erfolgreicher Arbeit gepflegt und erhalten bleiben. 2. Aussagen zum Schulklima und den Regeln des Miteinander: Klima und Umgang im Hause soll dem Charakter der Grundschule entsprechen. Für die Schüler sind diese Regeln in Form einer Hausordnung formuliert. Diese Hausordnung ist in allen Räumen präsent, dient als Grundlage für Belehrungen und wird den Eltern zu den Elternabenden bekannt gegeben. Bei Gesprächen zu Erziehungs- und Verhaltensfragen dient sie als Orientierung. Die einzelnen Punkte beinhalten organisatorische Abläufe aber auch Verhaltensregeln für den täglichen Umgang miteinander. o Wir erscheinen pünktlich zum Unterricht und sind mit dem Unterrichtsbeginn auf das Lernen vorbereitet. Nach dem Unterrichtsschluss verlassen alle Hauskinder das Schulgelände. o Für den Weg zur Turnhalle nutzen wir den sicheren festgelegten Weg. o Wir wechseln zügig die Klassenräume und achten auf den sicheren Verbleib unserer Taschen. Auf den Treppen laufen wir rechts. o Schüler mit einem Fahrradschein und einem verkehrssicheren Fahrrad dürfen den Schulweg mit dem Fahrrad zurücklegen. Auf dem Schulhof ist das Fahren nicht gestattet. Es besteht Helmpflicht. o Finower Grundschüler wollen eine saubere Schule behalten. Wir achten auf saubere Toiletten, trennen unseren Müll und heben Papier vom Schulhof auf. o Auf dem Schulhof wird nicht geschubst, geschimpft oder sogar geschlagen. Zum Austoben gibt es Sport- und Spielgeräte. Fußball wird nur auf dem Bolzplatz gespielt. o Nach der Hofpause stellen wir uns klassenweise an. Der Lehrer holt Euch ab. o Bei Sorgen und Problemen ist jeder Lehrer für uns da. In den Pausen gibt es auf jedem Hof einen Aufsichtslehrer. o Vergessene Hausaufgaben werden vor der Stunde gemeldet und immer zur nächsten Stunde nachgeholt. o Wir achten auf vollständige und ordentliche Unterrichtsmaterialien. o Auf dem Schulgelände bleibt das Handy ausgeschaltet. o Jede Klasse hat einen Tafel - und Klassenbuchdienst eingeteilt. Am Ende des Tages werden die Stühle hochgestellt. o Bei Feueralarm verlassen wir das Schulhaus nach dem Alarmplan. o In den Pausen darf das Schulgelände nicht verlassen werden. o Die Räume und Toiletten des Hortes dürfen während des Unterrichtstages nicht betreten werden. o Alle Ideen, die den Schultag und die Schule schöner machen, sind jederzeit willkommen. 3. Aussagen zur Ausstattung der Schule mit Lehrkräften, Schulleitung und weiterem Personal Da die Grundschule mit einer maximal dreizügigen Auslastung rechnet, wird sich der Stamm der Lehrkräfte auf 20 - 25 Lehrkräfte einpegeln. Erfahrungsgemäß wird die Mehrzahl der Lehrkräfte weiblich sein, der Altersdurchschnitt wird sich in den kommenden Jahren durch den Ruhestand vieler Kollegen senken. Die Grundschule Finow ist Ausbildungsschule, daher ist die Anwesenheit eines Lehramtsanwärters wahrscheinlich. Die Schulleitung besteht aus Schulleiter und stellvertretender Schulleiterin, die die Schule kooperativ, aber mit geteilten Verantwortungsbereichen leiten. Die Schulsachbearbeiterin ist die gute Seele des Hauses und ist im Schulalltag für die Belange der Schüler und des Personals unverzichtbar. An der Schule ist ein Schulhausmeister angestellt, der mit dem weitläufigen Schulgelände, den vier Gebäuden, der Turnhalle und der Verantwortung für Schule und Hort einen umfangreichen Aufgabenbereich hat. Die Arbeit in der Schulbibliothek wird seit zwei Jahren von MAE- Kräften in guter Qualität geleistet. Die Schulleitung ist um die Weiterführung dieser Maßnahmen bemüht. Für die Schulmilchversorgung und das Pausenangebot sorgt seit Jahren eine ehrenamtlich tätige Seniorin, die über die Jahre hinweg eine treusorgende und beliebte Stütze für die Schule ist. II. Leitbild der Schule 1. Pädagogische Ziele , Verständnis von gutem Unterricht, Prägung Die Zukunft unserer Kinder wird geprägt sein von einer immer komplexeren Gesellschaft mit immer schneller einsetzenden Entwicklungen und damit verbundenen Anforderungen an Flexibilität und Veränderungsbereitschaft. Das lebenslange Lernen, die Übertragung von Grundkompetenzen und Schlüsselqualifikationen auf vielfältige Aufgabenbereiche ersetzt auf dem Arbeitsmarkt das traditionelle Wirken des Fachmannes in seinem klar abgetrennten Aufgabengebiet. Andererseits erfordert die Schnelllebigkeit der Entwicklungen, die Flut von Informationen , Einflüssen und Risiken personelle Kompetenzen und Reifeprozess , die einen eigenbestimmten Lebensplan , ein psychisches Gleichgewicht und die nötige Seelenhygiene ermöglichen. Die Summe dieser lebensvorbereitenden Kompetenzen soll den Begriff erfüllen, den wir in unserer Prägung als „Kultur“ bezeichnen. Der allgemeinbildende und orientierende Charakter einer Grundschule schließt eine fachliche Orientierung aus. Die speziellen bilingualen Angebote für die englische Sprache haben den Charakter spezieller Förderung und sollen daher keine besondere Prägung für die gesamte Schule ergeben.( Anhang) Hauptleistung der Grundschule Finow soll guter solider Unterricht mit den bestmöglichen individuellen Leistungen für den Einzelnen sein. Das erforderliche Lernklima soll kindgerecht, freudbetont und stressfrei gestaltet werden. In der sechsjährigen Grundschullaufbahn soll der Prozess vom spielerischen Wissenserwerb im Erstunterricht bis hin zum leistungsorientierten, methodengestützten Lernen zum Übergang zur weiterführenden Schule deutlich erkennbar sein. Grundsätzlich gibt es für den Unterricht keine Beschränkungen in methodischer Hinsicht. Erwünscht und gefördert werden Methoden, die den schrittweise selbstständigen und selbstorganisierten Wissenserwerb entwickeln. Gruppenarbeit, Partnerlernen, der sinnvolle Einsatz freier Methoden und Projektarbeit sollen den so genannten Frontalunterricht ergänzen. Um die Anwendung wichtiger Methoden und Kompetenzen zu sichern und einheitliches Lehrerhandeln zu gewährleisten, hat sich die Lehrerkonferenz auf ein Methodenkonzept für die Jahrgangsstufen geeinigt. Der Unterricht ist hauptsächlich im Klassenverband organisiert. Der starke Klassenleiter und die soziale Bindungsstruktur innerhalb eines Klassenverbandes stellen für uns die Hauptvoraussetzung für ein freudvolles und entspanntes Lernen dar. Um Transparenz und Vergleichbarkeit zu ermöglichen, hat sich das Kollegium als Handlungsrahmen auf Kriterien für erfolgreichen Unterricht geeignet: - entspanntes, kindgerechtes Lernklima - Vermittlung von Techniken , Methoden und Strategien zum eigenverantwortlichen Lernen - klare Strukturen, Regeln und Rituale - hoher Anteil an Schüleraktivität und Kommunikation - klare Leistungsanforderungen und transparente Leistungskriterien - Differenzierung bei unterschiedlichen Lernvoraussetzungen positive Leistungskultur, Förderung von Kreativität und Lernspaß Die von der Grundschule gewählte Prägung betrifft nicht nur den außerunterrichtlichen Bereich, sondern auch unmittelbar das Verhalten im gesamten Lernalltag. Die Grundschule Finow bezeichnet sich als Schule mit musisch - kultureller Prägung. Diese Prägung umfasst die Kultur des Zusammenlebens, musische und kulturelle, sowie sportliche Aspekte. Dabei steht die Entwicklung der Emotionalität, Erlebnisfähigkeit und sozialer Werte und Qualitäten an erster Stelle. Unsere Schüler sollen lernen, mit sich und anderen konfliktfrei umzugehen. Toleranz, Höflichkeit und Mitgefühl sollen den Schultag begleiten. Orientierungslosigkeit, gestörtes Werteempfinden und somit auffälliges Verhalten resultieren oftmals aus fehlenden sozialen und emotionalen Bindungen. Sinnvoll gestaltete Freizeit mit sozialer Bindung in Vereinen und Gemeinschaften sind erklärtes Ziel unserer Arbeit. Dabei suchen wir uns Kooperationspartner im näheren Umfeld. Gleichzeitig wollen wir erreichen, unsere Kinder emotional an die Schule zu binden, Identifikationspunkte zu entwickeln und Schulstolz zu kultivieren. Traditionen und Schulhöhepunkte, die Teilnahme an Wettbewerben und eine Vielzahl von Mitwirkungsmöglichkeiten in der Schule können hierfür Beitrag sein. Die Grundschule Finow arbeitet nach einem jährlich neu gewählten Jahresmotto, welches sich durch die Arbeit aller Jahrgangsstufen im Unterricht und im außerunterrichtlichen Bereich ziehen soll. Es werden zur Schwerpunktsetzung in jedem Jahr ein Schuljahresarbeitsplan, eine Jahresterminplanung und ein Geschäftsverteilungsplan erstellt. 2. Organisation des Unterrichts , Grundsätze der Planung und des Einsatzes von Stunden und Personal Bei der Unterrichtsorganisation finden die Grundschulverordnung mit der Stundentafel und geltende Verwaltungsvorschriften Anwendung. Unterrichtsbeginn und Pausenzeiten werden durch die Mitwirkungsgremien beschlossen und richten sich im Grundsatz nach der Schülerbeförderung des Landkreises Barnim. Zu gestalten ist der reguläre Stundenplan mit der sinnvollen Abfolge der Fächer, der Einsatz der Lehrkräfte mit Facheinsatz und Klassenleitereinsatz und nötigen Aufsichtspflichten und Vertretungen. Gestaltungsspielraum gibt es bei der Verteilung von Teilungsstunden, Förder- und Integrationsmaßnahmen, Schwerpunktgestaltung, Arbeitsgemeinschaften und Stunden für Leistungs - und Neigungsdifferenzierung in den Jahrgangsstufen 5 und 6. Ein wichtiger Aspekt ist der Umgang mit der Vertretungsreserve. Da diese Stunden in der Regel bemessen sind, ist hier auf Wichtigkeit, Effizienz und Bündelung von Maßnahmen zu achten. Bei der Stundenplangestaltung ist die Abfolge der Fächer nach Möglichkeit so gestaltet, dass intensive Fächer wie Mathematik und Sprachen möglichst im ersten Teil des Unterrichtstages liegen oder im Wechsel mit musischen oder sportlichen Fächern geplant werden. Vor dem regulären Unterrichtsbeginn zur 0.Stunde findet das Fach WAT oder in Absprache mit den Eltern der individuelle Förderunterricht statt. Der Einsatz der Lehrkräfte wird mit diesen im Vorfeld erörtert. Kriterien für den Einsatz sind die entsprechende Ausbildung für das Fach und bei Klassenleitern ein angemessenes Unterrichtsvolumen in der eigenen Klasse. Die Schulleitung ist bestrebt, die Lehrkräfte im Einsatz schwerpunktmäßig auf bestimmte Altersstufen zu orientieren. So kann gesichert werden, dass Fortbildung und fachliche Vorbereitung effizient sind. Kollegen ohne Klassenleiterfunktion werden Klassen, welche besondere Aufmerksamkeit erfordern, als zweiter Klassenleiter zugeordnet. Ein Klassenleiterwechsel soll in der Grundschulzeit einmal erfolgen, in der Regel sollte der Klassenleiter seine Klasse mindestens zwei Jahre betreuen. Stunden zur Schwerpunktgestaltung werden vorzugsweise in den Klassen 1-4 den Fächern Deutsch und Mathe zugeordnet (auch für bilinguale Angebote), in den Klassen 5 und 6 auch dem Bereich Naturwissenschaften / Gesellschaft. Die Verteilung wird in der Schulkonferenz erörtert und von ihr beschlossen. Stunden für den leistungsdifferenzierten Unterricht werden den Fächern Deutsch, Mathe, Fremdsprache zugeordnet. Angebote für den neigungsdifferenzierten Unterricht werden in jedem Schuljahr aktualisiert. Alle Differenzierungsmaßnahmen sind konzeptionell unterlegt. Vertretungsstunden werden nach Möglichkeit fachgerecht oder fachlich sinnvoll organisiert. Die erkrankte Lehrkraft stellt in der Regel eine Empfehlung für den Inhalt der Vertretungsstunden zur Verfügung. Unterrichtsgänge, abweichende Organisationsformen, Projekte und Einbeziehung von außerschulischen Partnern sind gewünscht und werden in der Planung berücksichtigt. 3. Grundsätze der Leistungsbewertung Es gelten die gesetzlichen Grundlagen des aktuellen Schulgesetzes und der aktuellen Verwaltungsvorschrift. Neben diesen Regelungen wurden folgende Schwerpunkte hervorgehoben: Die Bewertungsgrundlagen zur Bewertung von Diktaten, Aufsätzen und Klassenarbeiten sind verbindlich. Um Vergleichbarkeit zu gewähren, haben die Grundschulen der Stadt Eberswalde eine einheitliche Anwendung beschlossen. In allen Fächern wird neben den verbindlichen schriftlichen Arbeiten für ausreichende Bewertungsmöglichkeiten gesorgt, um eine objektive Leistungsbewertung zu ermöglichen. Leistungsanforderungen und Bewertungskriterien sollen transparent und nachvollziehbar sein. Kriterien und Formen der mündlichen Bewertung sowie der Umgang mit dem Fachwortschatz werden von den Fachkonferenzen festgelegt. Klassenarbeiten werden rechtzeitig angekündigt. Pro Woche werden nicht mehr als zwei, pro Tag nicht mehr als eine geschrieben. Geplante Klassenarbeiten werden im Klassenbuch vermerkt. Die Bewertung von schriftlichen Arbeiten ist von den Eltern mit der Unterschrift zur Kenntnis zu nehmen. Bei der Bewertung von Gruppenarbeiten muss der Anteil des Einzelnen ersichtlich sein. Für die Bewertung von Vorträgen und Facharbeiten in Klassen 5 und 6 gelten einheitliche Bewertungskriterien. 4. Förderkonzept und gemeinsamer Unterricht Förderung an der Grundschule Finow teilt sich in drei Bereiche. - Förderung von Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf im gemeinsamen Unterricht - Förderung von Schülern mit Teilleistungsstörungen - Allgemeiner Förderunterricht für Schüler mit ( temporären) Lernschwierigkeiten Zu Punkt 1 Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf im gemeinsamen Unterricht können gemäß der zugewiesenen Stundenzahl gefördert werden. Dabei ist im Einzelfall zu prüfen, welche Fördermaßnahmen gebündelt werden können und ob die Teilnahme weiterer Schüler mit Förderbedarf sinnvoll ist. Der Förderunterricht kann sowohl parallel zum Unterricht, aber auch außerhalb der Stundentafel organisiert werden. Es ist in jedem Fall ein Förderplan zu erstellen und der Informationsaustausch zwischen Klassenleiter, Förderlehrkraft und Elternhaus zu sichern. Förderpläne sind spätestens halbjährlich zu aktualisieren. Gefördert wird die Zusammenarbeit mit den zeitweise anwesenden Sonderpädagogen, um hinsichtlich der begrenzten Stundenzahl die Förderkompetenz der Grundschullehrer zu stärken. Zu Punkt 2 Schüler mit diagnostizierten Teilleistungstörungen werden nur in Klasse 3 in einer regulären Fördermaßnahme gefördert. In den folgenden Jahrgangsstufen müssen im Rahmen der zugewiesenen Stunden Möglichkeiten des binnendifferenzierten Unterrichts oder allgemeinen Förderunterrichts genutzt werden. In den Elternberatungen sollen Möglichkeiten außerschulischer Fördermaßnahmen erörtert werden. Zu Punkt 3 Für jede Klassenstufe soll mindestens eine allgemeine Förderstunde zur Verfügung gestellt werden. Diese Stunde dient in der Regel der Förderung leistungsschwacher Schüler in den Fächern Deutsch und Mathematik. Die Teilnahme kann zeitlich begrenzt sein und wird mit den Eltern verbindlich vereinbart. In den Jahrgangsstufen 5 und 6 findet die Förderung im Rahmen des leistungsdifferenzierten Unterrichts statt. Neben der Förderung leistungsschwacher Schüler sollen hier auch Aspekte der Begabtenförderung einfließen. Begabtenförderung ist auch im Rahmen der Kooperation mit dem Gymnasium Finow möglich. Stundenzuweisung für Vertretungsreserve wird für Fördermaßnahmen genutzt. Im Vertretungsfall entfallen so bestimmte Maßnahmen. Förderstunden für den gemeinsamen Unterricht stehen für Vertretungsstunden in der Regel nicht zur Verfügung. 5. Schulmanagement , Aufgabenteilung, Präsenz Die Zusammenarbeit des Kollegiums der Grundschule Finow soll geprägt sein von Kollegialität, Kooperation und Eigenverantwortung. Zu Beginn jedes Schuljahres wird ein Geschäftsverteilungsplan erstellt. Feste Zuständigkeiten sollen nach Möglichkeit langfristig bestehen. Das betrifft besonders die Aufgabengebiete Förderung, die Leitung der Fachkonferenzen, die Aufnahme in die Grundschule und der Übergang in die SEK 1. Eine wichtige Rolle wird dem Klassenleiter zugewiesen. Er ist für Schüler,Eltern und Lehrer erster Ansprechpartner, schafft Vertrauen und Verlässlichkeit und informiert und berät kompetent. Im Jahresterminkalender sind die Lehrerkonferenzen (Dienstberatungen), Elternsprechstunden, verbindliche Fachkonferenzen und Sitzungen der Mitwirkungsgremien festgelegt. Für diese Termine gilt für alle Kollegen Präsenzpflicht. Neben diesen Rahmenterminen organisieren die Klassenleiter individuell Elternversammlungen und Beratungsgespräche. Die Grundschule Finow hat mit der Stadt Eberswalde einen Vertrag zur Budgetierung des Haushaltes abgeschlossen. Verwaltungsausgaben und investive Maßnahmen werden von Schulleitung, Kollegium und Mitwirkungsgremien geplant und verantwortet. 6. Qualitätsmanagement und Personalentwicklung Im Ergebnis der freiwilligen Visitation im Oktober 2005 wurde deutlich, dass trotz ungünstiger Umstände ( häufige Umsetzungen von Lehrkräften, geringes Zeitbudget ) Konzepte der Personalentwicklung und Qualitätssicherung unabdingbar sind. In Abwägung realistisch erfüllbarer Maßnahmen gelten folgende Festlegungen: o Hospitationen durch die Schulleitung finden regelmäßig statt. Ein Unterrichtsbesuch und ein Personalgespräch dienen dem Austausch, einer Reflektion pädagogischer und dienstlicher Aspekte und der Personalentwicklung. Unterrichtsbesuch und Personalgespräch sollen mindestens aller zwei Jahre erfolgen. Der Wunsch nach gegenseitiger Hospitation kann im Rahmen der dienstlichen Belange organisiert werden. o Bei der Verteilung von Zuständigkeiten wird auf Langfristigkeit geachtet. Der Bereich Förderung, Aufnahme in die Grundschule , Übergang in die SEK 1 und die Leitung von Fachkonferenzen gelten als besonderer Schwerpunkt. o Der Einsatz der Lehrkräfte soll in wesentlichen Teilen in bestimmten Klassenstufen (beispielsweise Anfangsunterricht) oder Fachbereichen erfolgen. So kann persönliche Fortbildung und Spezialisierung effektiv und nachhaltig erfolgen. o Um die persönliche Fortbildung des Kollegiums effektiv zu nutzen, informieren die Lehrkräfte die Schulleitung über erfolgte Maßnahmen. o Ergebnisse von Vergleichsarbeiten und diagnostischen Tests werden nach persönlicher Reflektion durch den Fachlehrer in der Klassen- oder Fachkonferenz, mit dem Schüler und in einer Elternversammlung / Elterneinzelgespräch ausgewertet. Dieser Prozess ist zu dokumentieren. o Neben der Schülerleistung und seiner Schulzufriedenheit sind die Eltern Gradmesser unserer Arbeit. Anregungen und Kritiken aus Einzelgesprächen, Elternversammlungen und Gremien werden ernst genommen und fließen in die Schulentwicklung ein. Als gutes Instrument hat sich dabei das Umfrageverfahren erwiesen. o Die Teilnahme unserer Schule an Wettbewerben und Leistungsvergleichen auf den verschiedenen Gebieten ist grundsätzlich erwünscht. o Ein wichtiger Aspekt von erfolgreicher Schulentwicklung ist die Außenwirkung unserer Schule in der Öffentlichkeit. Das Wirken eines jeden Kollegen in Belangen der Schule, aber auch die Präsenz in den lokalen Medien sollen Spiegelbild unseres Strebens für eine gute Schule in Finow sein. 7. Grundsätze für die Mitwirkung von Schülern und Eltern Die im Schulgesetz benannten Mitwirkungsgremien für Schüler und Eltern bilden einen verbindlichen Rahmen für schulische Arbeit. Über diese Formen hinaus setzt die Grundschule Finow folgende Schwerpunkte: o Unsere Schüler werden schrittweise mit den Möglichkeiten aktiver Mitwirkung vertraut gemacht. In den Klassen wird in Verantwortung des Klassenleiters nach geeigneten Formen gesucht. In Klasse 5 und 6 können Schüler im Rahmen des Schulclubs aktiv an der Gestaltung schulischer Aktivitäten von Schülern für Schüler teilhaben. o Positive Elternarbeit ist unser Arbeitsgrundsatz und wichtiger Erfolgsfaktor für eine erfolgreiche Schule. Unsere Schule soll für unsere Eltern transparent und offen sein. Eltern sollen vielfältige Möglichkeiten erhalten, an der Bildung und Erziehung im schulischen Bereich mitzuwirken und den schulischen Alltag und die Entwicklung der Schule mitzugestalten. o Elternabende, Informationsveranstaltungen und Klassenvorhaben sollen zunehmend aus Elterninitiativen hervorgehen. Der Förderverein bietet aktiven Eltern ein hervorragendes Podium zur Unterstützung der Schule. o Elternmitarbeit ist immer willkommen. Das betrifft außerunterrichtliche Vorhaben, aber auch Unterrichtssituationen. Eltern können Experten in bestimmten Sachgebieten sein, aber auch bei Projekten und besonderen Organisationsformen mitwirken. o Klassenelternversammlungen finden mindestens dreimal jährlich statt, Elternsprechstunden im Abstand von ca. sechs Wochen. Zu diesen Terminen sind alle Lehrer der Schule anwesend. 8. Kooperationen mit außerschulischen Partnern Kooperationen stellen eine Bereicherung der pädagogischen Arbeit unserer Schule dar. Kooperationspartner sind immer willkommen. Kooperation muss leben, die Partner müssen realistische Möglichkeiten gegenseitiger Zusammenarbeit finden. Kooperationen der Grundschule Finow dienen der Bildungsarbeit, der Gestaltung der Übergange in und aus der Grundschule, der Freizeitgestaltung unserer Schüler, der Zusammenarbeit mit Grundschulen in Europa, aber auch bereits der Berufsvorbereitung durch Einblicke in das Arbeitsleben von lokalen Unternehmen. Kooperationen bestehen mit: o dem Hort „Kleiner Stern“ auf dem Gelände der Schule o den lokalen Kindertagesstätten „Pusteblume“, „Nesthäkchen“ und „Villa Kunterbunt“ o dem Gymnasium „Finow“ o Grundschulen in Gorzow(Polen),Belfast (Nordirland) und Bacau (Rumänien) im Rahmen des Comeniusprojektes o der Stadtbibliothek Eberswalde o den Stadtwerken Eberswalde o der Oberförsterei Schwärzesee o der evangelischen Gemeinde Finow o den Eberswalder Spielleuten o dem Johanniter- Kreisverband o dem Tischtennisverein TTC Finow o dem 1. Volleyballclub Eberswalde 9. Freizeitangebot und traditionelle Veranstaltungen Neben dem guten Freizeitangebot im sportlichen Bereich in Finow möchte die Grundschule im Rahmen unserer Möglichkeiten die Freizeitgestaltung unserer Schüler ergänzen. Umfragen haben ergeben, dass der überwiegende Teil unserer Schüler regelmäßige Angebote von Sportgemeinschaften und Vereinen wahrnimmt. Beständige und regelmäßige Angebote unserer Schule: - Kinder- und Jugendchor der Grundschule Finow - Theatergruppe - Schulclub - Johanniter - Schulsanitäter - Tischtennis - Volleyball - Tennis - Mathe Plus - Englisch Plus Neben diesen regelmäßigen Freizeitangeboten haben sich in den vergangenen Jahren traditionelle Veranstaltungen etabliert, die auf Grund guten Erfolges Bestand haben sollen. - das jährliche Schulfest für Finow - der Lichterumzug zum Advent - Weihnachts - und Sommerkonzert des Schulchores und der Theatergruppe - Tag der Kinder - und Jugendliteratur - Sportfeste in den Klassenstufen - Orchestertag mit dem Brandenburgischen Konzertorchester - Musicalfahrt der Jahrgangsstufe 6 10. Um einen gut vorbereiteten Übergang in unsere Grundschule zu ermöglichen, haben wir uns mit den Kindertagesstätten und den Kollegen über eine einheitliche Handlungsweise geeinigt. Um die Organisation dieses Prozesses kontinuierlich zu begleiten, benennt die Grundschule eine verantwortliche Lehrkraft. Die Eingangsphase gliedert sich für uns in drei Zeitabschnitte. Beginn ist der Austausch mit den Kindertagesstätten zur gemeinsamen inhaltlichen Gestaltung der Elternberatung, dann der Anmeldevorgang mit der Lernanfängeruntersuchung und zuletzt die konkrete Vorbereitung der schulfähigen Kinder und deren Eltern mit Elternabend, Schnupperstunde bis hin zur Einschulungsfeier. Für die Beratungsphase bietet die Grundschule den Kindertagesstätten einen Elternabend in der Kita an, zu welchem Fragen der Schulfähigkeit und der Prozess der konkreten Vorbereitung besprochen werden. Zu konkreten Fällen (Wunsch auf Zurückstellung, eventueller Förderbedarf) erfolgen spezielle Beratungen mit den Erziehern und Eltern noch vor der Einschulungsuntersuchung. Im Vorfeld dieser Untersuchung erstellen die Kindertagesstätten Entwicklungsberichte für die zukünftigen Lernanfänger. Zu den Untersuchungsterminen ist die Grundschule immer mit einer Lehrkraft und einem Mitglied der Schulleitung präsent. Die verantwortliche Lehrkraft vereinbart mit den Kindertagesstätten einen Schnuppertermin in der Grundschule, der in Form eines kleinen Unterrichtstages unter Mitwirkung unserer Schüler stattfindet. Bei der Klassenbildung berücksichtigt die Schulleitung die Hortzugehörigkeit der zukünftigen Schüler, um eine gute Zusammenarbeit zwischen Klassenlehrer und Horterzieher zu ermöglichen. Rückstellungen werden nur aus gesundheitlichen Gründen befürwortet, beziehungsweise nur dann, wenn ein regelmäßiger Besuch einer Kindertagesstätte die erforderliche Förderung erwarten lässt. Die Einschulungsfeier soll ein besonders festlicher Auftakt der Schulzeit sein. Wir gestalten die Einschulungsfeier entsprechend erlebnisreich und emotional für unsere Lernanfänger. 11. Übergang in die weiterführenden Schulen Um für den Übergang in die weiterführenden Schulen richtige Entscheidungen treffen zu können, erwarten Eltern von unserem Hause ausführliche Beratungskompetenz. Neben dem Grundschulgutachten müssen die Lehrkräfte mit der Qualifikationserwartung weiterführender Schulen vertraut sein , um in den Beratungsgesprächen fundierte Aussagen über Kompetenzen und Bildungsgangprognosen geben können. Zur gezielten Vorbereitung auf das Verfahren beraten sich die Fachkonferenzen der Grundschule mit Kollegen des Gymnasium Finow über Qualifikationserwartungen , Besonderheiten des Übergangs und Möglichkeiten von Hospitationen durch Schüler und Lehrer an dieser weiterführenden Schule. Dabei steht nicht die Schulform des Gymnasiums im Vordergrund, sondern generelle Fragen des Überganges in alle Schulformen der Sekundarstufe 1. Neben den individuellen Elternberatungen findet eine Gesamtelternversammlung statt. In dieser Elternversammlung erhalten die Familien Informationen über Organisation des Bewerbungsverfahrens, die Erstellung des Grundschulgutachtens und über die lokale Schulstruktur mit den möglichen Bildungsgängen. Informationen über spezielle Schulen, deren Informationsmaterialien und Termine für Tage der offenen Tür werden den Schülern und Eltern weitergegeben.